Digitaler Dorfladen

Smartphonedisplay mit geöffnetem Onlineshop für Lebensmittel

Der konventionelle Einzelhandel zieht sich aus dem ländlichen Raum zurück bzw. siedelt sich in kleineren Gemeinden unter einer gewissen Einwohnerzahl nicht neu an. Traditionelle Dorfläden schließen aufgrund verschiedener Herausforderungen, seien es Wirtschaftlichkeitsgründe oder Nachfolgermangel. Dadurch fehlt es in kleineren Gemeinden (500-2.500 Einwohner) an wohnortnaher Versorgung mit Waren des täglichen Bedarfs. Das betrifft insbesondere die ältere und nicht mobile Bevölkerung. Regionale Produzenten finden so keine Plattform und Verkaufsmöglichkeit vor Ort. Und nicht zuletzt geht der Dorfladen auch als Begegnungsstätte verloren. Es gibt auf dem Land zwar Hofläden, doch diese sind mit hohen Investitionen für den Betreiber verbunden.

Die Digitalisierung bietet neue Möglichkeiten für die Nahversorgung im ländlichen Raum. Auch im Hofer Land werden bereits unterschiedliche Ansätze entwickelt und erprobt, seien es Automatenläden oder digitale Dorfläden mit individuellen Konzepten. Für die Zukunft gilt es, innovative, praxistaugliche Projektideen weiterzuentwickeln und smarte Lösungen für die Nahversorgung zu finden. Auf dieser Basis wird es Gemeinden oder Betreiber dann ermöglicht, individuelle Lösungen zu finden. Smarte Technologien können etwa bei Kundenmanagement und Bezahlung sowie bei Sicherheit und Überwachung der Räumlichkeiten zum Einsatz kommen. Denkbar ist auch die Integration von Künstlicher Intelligenz zur Prognostizierung des Bedarfs und zur Unterstützung der Warenwirtschaft.

    

  • Gemeinden mit 500-2.500 Einwohnern

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